Flotte Töne: Die Blechbläser eröffneten den Festakt mit "Trumpet Voluntary" von Henry Purcell.

Musikschule besteht seit 30 Jahren, Förderverein seit 10 Jahren - Finanzielle Probleme

Bad Arolsen. 30 Jahre Musikschule Bad Arolsen und gleichzeitig zehn Jahre Bestehen des Fördervereins galt es in den Räumlichkeiten in der Rathausstraße zu feiern. Daniel Senft zog eine überaus positive Bilanz, Sorgen macht dem Musikschulleiter allerdings die Finanzlage.

Zwei Jahre nachdem in Bad Wildungen die erste Musikschule im Landkreis ihre Pforten öffnete, begann die musikalische Ausbildung 1980 in Bad Arolsen. Eine derart rasante Entwicklung hatte damals wohl niemand erwartet. Anfangs liefen Einzelunterricht und das Musizieren in Kleingruppen noch in Räumen der örtlichen Schulen und sogar in einem Gartenhäuschen ab, doch der Behelf für die damals 250 Schüler nahm mit dem Einzug in die Räume in der Kaulbachstraße im Jahr 2000 ein vorläufiges Ende.

Doch die Signalwirkung, die das Haus der Musik setzte, ließ nicht lange auf sich warten. Schon fünf Jahre später hatte sich die Schülerzahl auf 500 verdoppelt, was zwar sehr erfreulich war, die Musikschulleitung aber vor ein erneutes Raumproblem stellte. Unter der vorbildlichen Mithilfe der Fördervereinsmitglieder und der 27 ausgebildeten Fachkräfte, die statt Instrumente Pinsel und Kelle in die Hand nahmen, konnte im Sommer 2006 das jetzige Domizil in der Rathausstraße bezogen werden. Bernhard Weller, Vorsitzender des Musikschulkreisverbandes, unterstrich diese Forderung von Daniel Senft und der Vorsitzenden des Fördervereins Monique Borusiak. Sprach er doch den kulturellen Anspruch der Barockstadt an, die im Kreisverband nicht das Schlusslicht, was die Förderung betrifft, darstellen sollte. Der Kreisverband selbst ist inzwischen der drittgrößte in ganz Hessen, wozu die hohen Schülerzahlen der Musikschule Bad Arolsen in hohem Maße beitragen.

Erster Stadtrat Helmut Hausmann bescheinigte der Musikschule, dass sie ihren guten Ruf immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen würde. Er teilte mit, dass Bürgermeister Jürgen van der Horst den Impuls gegeben hätte, die Musikschulen aus der Kreisumlage zu fördern, in die alle Kommunen einzahlen müssten, um einen stetigen Zufluss an Förderungen zu gewährleisten.

Ein Liedchen von den knappen Kassen konnte vor allem Monique Borusiak singen. Der Förderverein ist komplett auf Beiträge und Spenden angewiesen, um die Miete der Musikschule zu bestreiten. Auch die Schüler selbst suchen Mittel und Wege, um die Musikschule zu fördern. So spielen die Stadtstreicher an verschiedenen Plätzen in der Stadt und spenden das eingenommene Geld anschließend dem Förderverein. Überhaupt ließen sich die Musiker die Feierlaune nicht verderben und sorgten mit Stücken wie "Tequila" für gute Laune beim Festakt.

Von Heike Saure
 

Quelle: HNA vom 26. April 2010


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